Makula
Stelle des schärfsten Sehens in der Mitte der Netzhaut mit der höchsten Dichte an
Photorezeptoren; besonders leistungsfähiger und insbesondere im höheren Lebensalter besonders häufig erkrankter Bereich der Netzhaut
Makuladegeneration, feuchte
meist Erkrankung des höheren Lebensalters; auf dem Boden einer
trockenen Makuladegeneration entstehender, oft akut einsetzender Flüssigkeitsaustritt an der Stelle des schärfsten Sehens mit Verzerrtsehen und rascher Minderung der Sehschärfe. Augenärztlicher Notfall!
Makuladegeneration, trockene
altersbedingte Veränderung der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut mit Pigmentverschiebungen und Ablagerung von Stoffwechselprodukten; oft, aber nicht immer mit einer Minderung des Sehschärfe einhergehend; nicht behandelbar. Vorstufe zur
feuchten Makuladegeneration
Makularotation
aufwendiges chirurgisches Verfahren zur Behebung der feuchten
Makuladegeneration
Makulopathie, diabetische
Erkrankung der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut im Rahmen einer diabetischen
Retinopathie, durch Flüssigkeitsaustritt aus den Netzhautkapillaren und durch Ausfall kleinerer oder größerer Teile des Kapillarnetzes mit entsprechender Minderversorgung zu einer Funktionseinbuße der betroffenen Netzhautbereiche und einer Minderung der Sehschärfe führend
Neovaskularisation
Gefäßneubildung auf der Netzhaut als Folge einer schweren Durchblutungsstörung, z. B. bei diabetischer
Retinopathie; Neovaskularisationen führen zu spontanen Einblutungen in das Auge, können zur Erblindung führen und erfordern daher ein
Laserkoagulation oder
Kryokoagulation der erkrankten Netzhautbereiche. Im Rahmen der feuchten
Makuladegeneration treten Neovaskularisationen unter der Netzhaut an der Stelle des schärfsten Sehens auf; dieses Problem kann mit
Laserkoagulation, transpupillärer Thermotherapie oder
photodynamischer Therapie behandelt werden.
Netzhautablösung
meist durch einen
Netzhautriß verursachte Ablösung der Netzhaut von der Augeninnenwand, unbehandelt mit rasch fortschreitendem Gesichtsfeldausfall bis zur Erblindung einhergehend. Erstes Zeichen oft Wahrnehmung eines dunklen Schattens in der Peripherie des Gesichtsfeldes. Notfall!
Netzhautriß
meist spontan oder als Verletzungsfolge auftretender Defekt in der Netzhautperipherie, der unbehandelt zu einer
Netzhautablösung führen kann. Ein spontan auftretender Netzhautriß kann sich durch Wahrnehmung von Blitzen, Schlieren oder Punkten im Gesichtsfeld bemerkbar machen. Notfall!